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Kaffee und Gesundheit – Teil 2

Schutz vor Diabetes durch Kaffeekonsum

Auch vor Diabetes soll der regelmäßige Konsum von Kaffee schützen. Verschiedene Studien stellten heraus, dass Kaffeetrinker ein niedrigeres Risiko aufweisen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Grund dafür seien jedoch bestimmte gentechnische Gegebenheiten und Unterschiede der Zell- und Organellenstrukturen. So hilft Kaffee auf das Diabetes-Risiko bezogen, nicht in allen Fällen, da nur Menschen mit entsprechenden Merkmalen durch diesen profitieren können. Das allgemeine Risiko an Diabetes zu erkranken wird durch die Genvariante TCF7L2 gesteigert. Bei Trägern der besagten Merkmale führt der Kaffeekonsum dazu, dass das die Ausschüttung des Diabetes fördernden Hormons mithilfe eines weiteren Darmhormons ausgeglichen wird und somit das Diabetes-Risiko deutlich gesenkt wird. Laut Forschern des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE), sinkt das Diabetes-Risiko bei Menschen die entsprechende Merkmale aufweisen, um etwa 7 Prozent pro Tasse Kaffee.

 

Kaffee sorgt für bessere Leberwerte

Untersuchungen aus dem Jahre 2014, durchgeführt vom US-amerikanischen National Cancer Institute, legten dar, dass Kaffeekonsum die Leberwerte fördert und dauerhaft verbessern kann. Um den Zusammenhang zwischen Kaffee und den Leberwerten zu beweisen, wurden verschiedene Faktoren mit einbezogen, die die Leberwerte und die damit verbundene Lebenserwartung negativ beeinflussen, bzw. senken. Beispiele dafür sind beispielsweise das Rauchen, aber auch ein höherer Body-Mass-Index, bzw. höheres Gewicht, Diabetes oder anderwärtige Vorerkrankungen in Form von Infektionen. Es stellte sic heraus, dass auch unter Einbezug dieser genannten Risikofaktoren, der positive Einfluss von Kaffee auf die Leber nicht abzuweisen ist. Demnach verbessert der Kaffee einzelne Leberenzyme, die notwendig und zentral für die Funktionstüchtigkeit und den Zustand der Leber sind.

Wer nun denkt, dass Koffein, als ein zentraler Inhaltsstoff von Kaffee, für diesen positiven Effekt verantwortlich sei, liegt falsch, denn auch hier zeigte sich, dass dieselben verbesserten Leberwerte auch bei koffeinfreiem Kaffee zu beobachten sind. Forscher vermuten, dass andere Inhaltsstoffe für diese Effekte zuständig sind, Beispiele könnten antifibrotische Effekte sein, also Effekte, die dem Voranschreiten der Vernarbung des Lebergewebes entgegenwirken. Sicher ist jedoch, dass Kaffee Hepatitis-Viren hemmt und die Leber vor Entzündungen schützt, Vernarbungen hemmt und für bessere Leberwerte sorgt.

 

Kaffee schützt das Erbgut und stärkt die DNA

Das menschliche Erbgut bezeichnet die Gesamtheit aller Erbanlagen und findet sich im Genom wieder. In ihm sind jegliche Informationen über den Zellaufbau enthalten und es wird sicher geschützt im Zellkern gelagert. Pro Minute sterben im menschlichen Körper mehrere Millionen verschiedener Zellen ab, gleichzeitig werden jedoch neue gebildet, wobei es natürlicherweise zu Fehlern und Defekten kommt. Für diese Unregelmäßigkeiten gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Im Rahmen verschiedener Studien stellten Forscher aus Kaiserslautern fest, dass Kaffeekonsum diese besagten Schäden eingrenzen und minimieren kann.

Im Rahmen umfangreicher Tests mit über achtzig Testpersonen, wurden die Prozesse der Synthese neuer menschlicher Zellen beobachtet, wobei insbesondere sogenannte Strangbrüche der DNA betrachtet wurden. Solche DNA-Strangbrüche beziehen sich auf die Durchtrennung von Nukleotidketten, aus denen die DNA-Doppelhelix besteht. Folgen sind Störungen interzellularer Prozesse, wodurch betroffene Zellen beispielsweise schneller altern und absterben, oder sogar bösartige Tumore entstehen können. Durch die Tests stellte sich heraus, dass Personen, die mehr Kaffee zu sich nahmen, weniger dieser DNA-Strangbrüche aufweisen und demnach eine bessere Gesamtbilanz neuhergestellter, gesunder Zellen aufweisen. So ließen sich auch Rückschlüsse und Aussagen über Teile ihres gesamten Erbgutes treffen, die ebenfalls belegten, dass dieses in einem besseren Zustand war, als die der Testpersonen, die weniger, oder sogar gar keinen Kaffee konsumierten. Kaffee fördert demnach den Prozess der Herstellung neuer Zellen und sorgt für einen besseren Zustand der DNA. Dadurch sinkt auch das Risiko, anderwärtige Krankheiten wie Krebs oder Parkinson zu erleiden, die auf DNA-Strangbrüche und Schwierigkeiten bei der Zellherstellung zurückzuführen sind.

 

Fortsetzung folgt:  „Kaffee mindert das Alzheimer-Risiko“ und weitere interessante Themen, folgen bald in unserem nächsten Blogartikel „Kaffee und Gesundheit-Teil 3“

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