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Kaffee und Gesundheit – Teil 3

Kaffee mindert das Alzheimer-Risiko

Abgesehen vom geschmacklichen Genuss fanden Forscher in der Vergangenheit heraus, dass unser aller Lieblingsgetränk auch vor Alzheimer schützen kann, oder besser gesagt, das Risiko Alzheimer oder ähnlichen Krankheiten zu erleiden, bedeutend mindern kann. Grund dafür ist ein im Koffein enthaltenes Enzym namens NMNAT2. Dieses Enzym hat zwei grundlegende Funktionen und Wirkungen. Neben dem Schutz der Nervenzellen im Gehirn vor Überlastung durch Stress oder sonstige Überforderungen, hilft es bestimmten Proteinen im Gehirn dabei, sich vollständig zu entwickeln und auszuprägen. Im Normalfall und ohne regelmäßigen Kaffeekonsum, kann es oftmals dazu kommen, dass einige dieser Proteine fehlerhafte Ausprägungen und Schwierigkeiten bei ihrer Entwicklung aufzeigen. Eben diese Proteine sind diejenigen, die daraufhin zentrale und notwendige Prozesse im Gehirn nicht bedienen und durchführen können, wodurch Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz entstehen. Da unser allseits geliebtes Genussmittel jedoch eben diese Enzyme enthält, die durch das Trinken von koffeinhaltigem Kaffee in unsere Körper gelangen, fehlt es den Zellen nicht an Enzymen, die für die korrekte Ausprägung und Entfaltung der Proteine zuständig sind. Dadurch sinkt das Risiko an Alzheimer zu erkranken, durch regelmäßigen Kaffeekonsum erheblich.

Interessant zu beobachten ist auch, dass Koffein Betroffenen Patienten dabei helfen kann, sich an vergangene Erlebnisse und Ereignisse zu erinnern, kurzum: Kaffee fördert somit auch das Erinnerungs- und Gedächtnisvermögen von Alzheimer-Erkrankten. Dies lässt sich durch eine Studie amerikanischer Forscher der John-Hopkins-Universität belegen.

Neben dem im Kaffee enthaltenen Koffein, entdeckten Forscher im Rahmen von Versuchen lediglich 23 weitere Stoffe, die ähnliche Effekte aufzeigen. Es lässt sich somit also durchaus sagen, dass Kaffee im Rahmen der Alzheimer- und Demenzforschung als eine Art Wundermittel betrachtet werden kann. Um das beschriebene Potenzial des Kaffees zu nutzen, reichen Forschern zufolge bereits drei bis fünf Tassen Kaffee täglich, um das Alzheimer-Risiko bis zu etwa 65 Prozent zu senken.

Niedrigere Schlaganfall-Wahrscheinlichkeit bei Kaffeetrinkerinnen

Wissenschaftler aus der spanischen Universität bei Madrid werteten eine Langzeitstudie amerikanischer Forscher in Bezug auf den Einfluss von Kaffee auf Schlaganfälle aus. Die Ergebnisse waren bahnbrechend und ebneten den Weg für viele weitere wissenschaftliche Experimente und Untersuchungen in Bezug auf das Potential von Kaffee als medizinisches Behandlungsmittel. Die Studie erstreckte sich über mehr als 20 Jahre von 1980 bis 2004 und bestand aus der Sammlung und Zusammentragung von Gesundheitsdaten mehrerer tausend Teilnehmer. Dabei wurden auch Informationen der jeweiligen Gesundheitszustände, Ess- und Trinkgewohnheiten und über den Konsum von Drogen wie Alkohol oder Tabak gesammelt. Das Ergebnis der Auswertung legte dar, dass insbesondere Frauen, die regelmäßig Kaffee konsumieren, ein bis zu 20 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko aufweisen. Dafür hilft demnach bereits eine Kaffeetasse pro Tag. Wichtig zu beachten sei dabei jedoch, dass diese Erkenntnisse lediglich auf Frauen zutreffen, die Nichtraucherinnen sind und auch abseits keine ausgeprägteren Krankheitsprobleme haben. Auch eine zweite Langzeitstudie der Universität Cambridge aus dem Jahre 2011 bewies, dass Personen, die regelmäßig Kaffee konsumieren, verglichen mit Personen, die pro Woche weniger als eine Tasse Kaffee trinken, ein um etwa 11 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko haben, wobei dieses sinkt, umso mehr Tassen Kaffee konsumiert werden.

 

 

Im nächsten Blogartikel geht es um „Kaffee: Ein Wundermittel gegen Migräne und Karies “ und  „Von Konzentration über Potenz bis zur Energie – Kaffee als Allrounder“.  

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