BIO+ ONE: BIO + FAIRTRADE ZERTIFIZIERTER KAFFEE

Bio+ Fairtrade Kaffee stammt aus biologischem Anbau!

BIO

Das allseits bekannte sechseckige deutsche Bio-Siegel trägt die Worte „Bio” und „nach EG-Öko-Verordnung”. Das europäische Pendant (EU-Bio-Siegel genannt)  ist ein grünes Blatt, mit weißen Sternen auf grünem Grund.

Damit ein Kaffee die Bio-Siegel tragen darf, darf er nur in extensiven und umweltschonenden Anbauen produziert werden, die minimale, negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Ein EU-Bio-zertifizierter Kaffee muss folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Verwendung von chemischen Düngezusätzen und Wachstumsregulatoren (d.h. synthetische Pflanzenschutzmittel als Herbizide oder Pestizide und leicht lösliche mineralische Dünger) ist untersagt.
  • Die Anwendung von Gentechnik ist bei diesen Siegeln ausgeschlossen.
  • Des Weiteren wird die Einfuhr von Rohwaren und Produkten aus Drittländern geregelt und streng, chargenbezogen kontrolliert.

Dabei wird die EU-Öko-Verordnung einmal jährlich in Deutschland überprüft.

Die Anwendung der strengen Öko-Regelungen, trägt dazu bei, in ökologischen Landwirtschaften das Wasser sauber zu halten, den Boden zu schützen und Artenvielfalt und Ökosysteme zu erhalten. Der in natürlichen Ökosystemen gedeihende Kaffee, hat daher keine  Konsequenzen für die menschliche Gesundheit.

FAIRTRADE

Fairtrade steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Beschäftigten in Lateinamerika, Asien und Afrika.

Sie erhalten einen stabilen Mindestpreis und eine Fairtrade-Prämie. Die Produzierenden entscheiden selbst wie sie die Prämie verwenden: für den Bau einer Schule, einer Krankenstation oder Investitionen in die lokale Infrastruktur.

Fairtrade verbietet Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit, fördert den Umweltschutz und unterstützt die Erzeugerinnen und Erzeuger durch Schulungen und Beratung vor Ort.

Stabile Mindestpreise

Die Kleinbauernorganisationen bekommen für die meisten Produkte einen Mindestpreis. Dieser ist ein Sicherheitsnetz, der die Kosten für eine nachhaltige Produktion decken soll. Liegt der Weltmarktpreis darüber, wird der höhere Marktpreis bezahlt.

Die Fairtrade-Prämie

Die Fairtrade-Prämie wird zusätzlich zum Produktpreis gezahlt. Sie dient dazu, um Investitionen in Gemeinschaftsprojekte wie Weiterbildungen, Qualitätssicherung, die Umstellung auf Biolandwirtschaft oder Gesundheitsversorgung zu finanzieren. Über die Verwendung entscheiden die Bäuerinnen, Bauern und Beschäftigten selbst.

Umweltschutz und Klima

Die Umweltkriterien, wie zum Beispiel der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und das Verbot vieler schädlicher Pestizide, fördern eine umweltverträgliche Produktion. Fairtrade setzt starke Anreize für die Bäuerinnen und Bauern, auf Bio-Anbau umzustellen. Außerdem unterstützt Fairtrade die Erzeuger*innen mit Projekten zur Anpassung an den Klimawandel.

Verbot von Kinderarbeit

Fairtrade unterscheidet zwischen arbeitenden Kindern, die in ihren Familien mithelfen und ausgebeuteten Kinderarbeitern. Fairtrade verbietet ausbeuterische Kinderarbeit, die der Gesundheit und Entwicklung von Kindern schadet oder ihre Schulbildung beeinträchtigt.

Verbot von Gentechnik

Der Anbau von gentechnisch veränderten Sorten ist bei Fairtrade verboten, da Bäuerinnen und Bauern aufgrund der Patentierung durch Saatgutkonzerne weder das Recht noch die Möglichkeit haben, Saatgut zu vermehren. Damit nimmt man ihnen die Rechte an ihrem wichtigsten Produktionsmittel und gefährdet die Ernährungssicherheit.

Wirkung

Zahlreiche Studien von unabhängigen Instituten sowie auch das Monitoring-System von Fairtrade International belegen, dass der faire Handel Produzent*innen im globalen Süden stärkt. Fairtrade ermöglicht mehr wirtschaftliche Stabilität und mehr Teilhabe für die Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Beschäftigten auf Plantagen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Wirkungsmessung finden Sie unter www.fairtrade-deutschland.de/wirkung

BIO+ TWO: BIO + DEMETER ZERTIFIZIERTER KAFFEE

BIO 

Das allseits bekannte sechseckige deutsche Bio-Siegel trägt die Worte „Bio” und „nach EG-Öko-Verordnung”. Das europäische Pendant (EU-Bio-Siegel genannt)  ist ein grünes Blatt, mit weißen Sternen auf grünem Grund. 

Die nötigen Voraussetzungen für die beiden Bio-Siegel haben wir im oberen Abschnitt „BIO“ bereits dargelegt.

DEMETER

Der Demeter e.V. ist der älteste Bioverband in Deutschland. Schon seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirte ihre Felder biodynamisch. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der

Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus. Die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise geht auf Impulse Rudolf Steiners zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts auch Waldorfpädagogik und anthroposophische Heilweise initiierte.

Teil einer internationalen Gemeinschaft

Demeter-Landwirte sind Teil der Landesarbeitsgemeinschaften des Verbands und werden so direkt in ihrer jeweiligen Region organisiert. Die Demeter Beratungunterstützt ihre Mitglieder und Umsteller bei der Umsetzung der Demeter-Richtlinien und der kreislauforientierten biodynamischen Landwirtschaft.

Unter dem Dach von Biodynamic Federation – Demeter International haben sich Demeter-Landwirte zu einer weltweiten Gemeinschaft zusammengeschlossen. So ist Demeter als internationale Bio-Marke auf allen Kontinenten vertreten. Wichtige Partnerin in diesem Netzwerks ist auch die Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum, die forscht, inspiriert und einmal jährlich biodynamisch Interessierte aus aller Welt zur Landwirtschaftlichen Tagung zusammenbringt. 

Bildung, Forschung, Entwicklung

Ein vielfältiges Angebot an Aus- und Weiterbildungen im biodynamischen Wirtschaften bieten die Demeter Akademie und die freien Ausbildungen.

Gemeinsam für Nachhaltigkeit

Der Demeter Verband ist in Sachen Wissensaustausch und zivilgesellschaftlicher Kampagnenarbeit für eine nachhaltigere Agrar- und Ernährungspolitik breit vernetzt. Neben der Mitgliedschaft und aktiven Mitwirkung in den Dachorganisationen des Ökolandbaus bestehen Beteiligungen an verschiedenen  Zusammenschlüssen.

Klare Position gegen Rechtsextremismus

Kern des biodynamischen Wirtschaftens ist es, Vielfalt – das Individuelle, die eigene Initiative – zu ermöglichen, immer vor dem Hintergrund, das Lebendige zu fördern. Dabei geht es stets um den respektvollen Umgang mit Erde, Pflanze, Tier und natürlich auch mit den Menschen. Allein schon vor diesem Hintergrund verbieten sich menschenverachtende Ideologien für Mitglieder des Demeter e.V.